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Blieskasteler Nachrichten

Schon widder kenn Blädche gried?

Hier kommst Du zu der aktuellen Ausgabe der Blieskasteler Nachrichten

Deutschlandweit wurden die Martinsumzüge aufgrund des Corona Teil Lock-Downs abgesagt. Schade aber die aktuellen Infektionszahlen lassen solche Veranstaltungen leider nicht zu.

In diesem außergewöhnlichen Jahr fehlen doch die strahlenden Kinderaugen, wenn sie ihre Laternen durch die Straßen von Breitfurt tragen.

So sah es auch unsere Freiwillige Feuerwehr und sie versuchten ein Stück weit die Situation zu verbessern, indem sie die Martinsbrezeln und ein kleines Geschenk an die Breitfurter Kinder verteiltem. Natürlich alles unter strengsten Corona Hygiene-Regeln. Besucht wurden die Kinder, die sich bei der Feuerwehr gemeldet und zusätzlich am Martinstag eine Laterne im Fenster oder vor dem Haus brennen hatten. Das gab Breitfurt doch eine kleine festliche Atmosphäre und war sehr schön anzuschauen, wenn man durch die Straßen und Gassen lief. Es wurden nahezu 100 Brezeln an die Kinder verteilt.

Herzlichen Dank an die Freiwillige Feuerwehr, die für einen kleinen Lichtblick in dieser doch dunklen Jahreszeit gesorgt haben. Die Brezeln und Geschenke wurden durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Breitfurt gespendet, hierfür im Namen aller Breitfurter Kinder „Vielen Dank“.

In der Hoffnung, dass nächste Jahr die Normalität wieder einkehrt, nochmals vielen Dank an alle Beteiligten

Ortsvorsteher

Martin Moschel

Breitfurt wurde urkundlich erstmals am 18. August 1271 erwähnt und somit können wir im nächsten Jahr auf eine 750zig jährige Geschichte zurückblicken.

In Vorbereitung für die Feierlichkeiten haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Breitfurter Vereine drei Arbeitsgruppen gebildet. Die erste ist für die Organisation und den Ablauf der Feierlichkeiten verantwortlich und die zweite Arbeitsgruppe versucht das Dorfbuch, dass 1971 anlässlich der 700 Jahr-Feier erstellt wurde, weiterzuführen. Die dritte Gruppe ist dabei unsere altehrwürdigen Breitfurterinnen und Breitfurter in Einzelgesprächen nach ihrer und der Breitfurter Geschichte zu interviewen. Die Gespräche werden gefilmt und später zu einem Gesamtbeitrag zusammengefasst. Das Projekt ist für Breitfurt einzigartig,  ein wesentliches Stück der Erinnerung. Noch kann man auf das Wissen ab dem 2 Weltkrieg zurückgreifen. Leider wirft uns das Coronavirus immer wieder Steine in den Weg. Dennoch sind wir guter Hoffnung die Projekte beenden zu können und die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten weiter voranzutreiben. Die Termine stehen fest und man sollte sich diese bereits in seinen persönlichen Kalender eintragen. Start ist Freitag der 11.06.2021 und das Ende ist für Sonntag, den 13.06.2021 vorgesehen.

Wir können jetzt schon ein attraktives Angebot an Veranstaltungen und prominente Teilnehmer versprechen.

Die einzelnen Projektgruppen treffen sich zurzeit monatlich und versuchen ihre Arbeiten unter strengsten Auflagen durchzuführen.

Bei Fragen können sie sich gerne an mich, an der Vorsitzenden der AG, Hubert Zickwolf oder an den Leiter der Projektgruppe Dorfchronik Reiner Freidinger wenden.

Ortsvorsteher

Martin Moschel

Links: die Reiterstandbilder im Römermuseum Schwarzenacker, darüber die Drohne beim Erfassen der Daten. Rechts: die heilige Ottilie

Ein Projekt des Ortsrates ist die Sicherung der alten Breitfurter Kulturgüter für kommende Generationen. Im Jahr 1887 sind zwei Reiterstandbilder aus der Römerzeit im Breitfurter Steinbruch gefunden worden. Sie sind Zeugen der Römischen Geschichte im Bliestal, insbesondere der Geschichte von Breitfurt.

Somit sind sie ein Stück unserer Vergangenheit und sind es wert für Breitfurt gesichert zu werden. Leider sind die Statuen seinerzeit in das historische Museum der Pfalz nach Speyer versetzt worden, weit entfernt von unserer Gemeinde. Später wurden Kopien für das Römermuseum in Schwarzenacker angefertigt, dort zieren sie den Eingang des Museums. Ein gemeinsamer Wunsch wurde in uns geboren, die Statuen nach Hause zu holen. Schnell wurde klar, die Originale sind aus jetziger Sicht unwiederbringlich für Breitfurt verloren.

Ein für Breitfurt genauso wichtiges Kulturgut ist die Ottilienquelle, die 1881 durch Ludwig Alexandre Jacomin de Malespin überbaut wurde. Dort stand eine kleine Statur der heiligen Ottilie, diese befindet sich heute im Privatbesitz der Familie Schmidt, den Besitzern des Kirchheimer Hofes.

Die heutige Technik erlaubt uns mittels Photogrammmetrie detailgenaue digitale Kopien sogenannte 3-Modelle zu erstellen. Die Erfassung der Formen passiert ganz berührungslos und ist auch von der Größe unabhängig. Im Rahmen unserer 750 Jahr Feier im Jahr 2021 ist Erstellung der 3D Modelle ein erster Schritt unsere Geschichte zu sichern. Das Projekt wurde in der letzten Woche gestartet und die Daten wurden erfasst.

Danken möchte ich den heutigen Besitzern des Kirchheimer Hofes Familie Oliver Schmidt, der uns die heilige Ottilie zur Erstellung des 3D Modelles überlassen hatte und natürlich dem Direktor der Römermuseums in Schwarzenacker Herrn Dr. Kell, der uns freien Zugang auf die Reiterstandbilder gewährte.

Unsere Vision ist es, diese für uns einzigartigen Kulturgüter irgendwann einmal als Kopie nach Breitfurt zurückzuholen.

Ortsvorsteher

Martin Moschel

Leider gibt es in vielen Kommunen und Gemeinden einen Altbestand an Häusern, die stark renovierungsbedürftig und in einem absolut desolaten Zustand sind.

Diese Häuser sind besonders in den Orts-Durchfahrten zu finden. So auch in Breitfurt. Es gibt kaum rechtliche Möglichkeiten darauf Einfluss zu nehmen. Hier liegt es an uns allen einen positiven Einfluss auf die Besitzer zu nehmen und diese immer wieder auf den Zustand und die Notwendigkeit hinzuweisen etwas zu verbessern.

Es gibt Ecken in Breitfurt, durch die man besser keinen Fremden führt, die gespickt sind mit Häusern, die dem Zerfall preisgegeben sind und dass schon seit sehr langer Zeit und bereits über Besitzergenerationen hinweg.

Steter Tropfen höhlt den Stein. Mittlerweile gibt es auch sehr positive Beispiele, wo sich neue Besitzer gefunden und diese die vorherige „Schrott Immobile“ in einen sehr schönen Zustand versetzt haben.

Es gibt aber auch Andere, die Häuser nur kaufen um darin zu wohnen und die der äußerliche Zustand nicht interessiert. Und wiederum andere nutzen wertvollen Wohnraum um ihre rechte politische Meinung kund zu tun.

Die politische Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut in unserer Demokratie, jedoch schadet sie, in diesem Fall und in dieser Form, unsere Heimatgemeinde. Wir sind mittlerweile im ganzen Saarland bekannt und nicht im positiven Sinn.  Auch hier liegt es an uns allen auf den oder die Besitzer Einfluss zu nehmen und sie davon zu überzeugen wie schädlich dies für Breitfurt und somit für uns alle ist.

Ortsvorsteher

Martin Moschel

Impressionen